Der Abwasserverband Oberes Pustertal

Acht Gemeinden, ein gemeinsames Ziel: sauberes Wasser für das Osttiroler Oberland. Wer hinter dem Klärwerk Anras steht, wie der Verband seit 1988 gewachsen ist – und welche Ausbaustufen ihn zu dem gemacht haben, was er heute leistet.

Auftrag

Gewässerschutz als gemeinsame Aufgabe

Der Abwasserverband Oberes Pustertal ist ein Gemeindeverband nach Tiroler Gemeindeordnung. Seine Mitgliedsgemeinden haben ihm eine Aufgabe übertragen, die keine von ihnen allein wirtschaftlich lösen könnte: die zentrale Reinigung der Abwässer der gesamten Region.

Gesammelt wird das Abwasser über ein weitverzweigtes Verbandskanalnetz mit mehreren Pumpwerken, gereinigt wird es zentral im regionalen Klärwerk in Anras. Von dort gelangt es umweltverträglich zurück in den natürlichen Wasserkreislauf. Zum Aufgabenbereich des Verbandes gehören außerdem der Betrieb und die Instandhaltung der Verbandsanlagen, die Übernahme von Fäkalien und Strauchschnitt sowie die Kompostierung des anfallenden Klärschlamms.

Getragen wird der Verband von acht Gemeinden des Osttiroler Oberlandes: Abfaltersbach, Anras, Außervillgraten, Heinfels, Innervillgraten, Kartitsch, Sillian und Strassen. Fachlich ist der Verband über die Interessengemeinschaft IG KlärWert (öffnet in neuem Fenster) mit den übrigen Tiroler Abwasserreinigungsanlagen vernetzt.

1988
Gründung des Verbandes
8
Mitgliedsgemeinden
14.000
Einwohnergleichwerte Ausbaugröße
3
Ausbaustufen seit 1988

Unser Team

Die Menschen hinter der Kläranlage

Ein kleines Team hält den Betrieb rund um die Uhr aufrecht – von der Geschäftsführung über die Klärwärter bis zur Verwaltung.

Verbandsgeschichte

Von der ersten Kläranlage zum regionalen Klärwerk

In knapp vier Jahrzehnten ist der Abwasserverband Oberes Pustertal in drei Ausbaustufen von drei auf acht Mitgliedsgemeinden und von 4.640 auf 14.000 Einwohnergleichwerte gewachsen.

1988

Gründung und erste biologische Kläranlage

Mit der Gründung des Abwasserverbandes nehmen die Gemeinden Abfaltersbach, Anras und Strassen eine biologische Kläranlage in Betrieb. Sie ist nach dem damaligen Stand der Technik für 4.640 Einwohnergleichwerte ausgelegt – der Grundstein für einen wirksamen Gewässerschutz im Oberland.

1996

Zweite Ausbaustufe: Schlammentwässerung und Kompostierung

Die Anlage wird um eine Schlammentwässerung mittels Dekanter sowie eine überdachte Biomüll- und Schlammkompostierung erweitert. Aus dem Reststoff Klärschlamm wird damit erstmals ein verwertbarer Wertstoff für den Landschaftsbau.

1999

Dritte Ausbaustufe: Anschluss des gesamten Oberlandes

Mit dem Kanalanschluss der Gemeinden Heinfels, Sillian, Kartitsch, Innervillgraten und Außervillgraten wächst das Verbandsgebiet deutlich. Der Verband entschließt sich zur dritten Ausbaustufe und erweitert die Kläranlage auf ihre heutige Ausbaugröße von 14.000 Einwohnergleichwerten.

  • Feber 1998

    Das Ingenieurbüro Kirchebner reicht das Erweiterungsprojekt bei der Wasserbehörde ein.

  • 10. April 1998

    Die wasserrechtliche Bewilligung für die dritte Ausbaustufe wird erteilt.

  • August 1999

    Der Probebetrieb aller Anlagenteile ist abgeschlossen – die erweiterte Anlage geht in den Regelbetrieb.

  • Acht Gemeinden

    Seither tragen alle acht Gemeinden des Osttiroler Oberlandes den Verband gemeinsam.

heute

Laufende Modernisierung im Regelbetrieb

Heute reinigt das Klärwerk Anras rund 3.000 m³ Abwasser täglich und betreut sieben Pumpwerke im Verbandsgebiet. Anlagentechnik, Messtechnik und Betriebsführung werden laufend an den Stand der Technik angepasst. Seit April 2025 übernimmt die Gumpitsch GmbH die Kompostierung. Wie die Reinigung im Detail abläuft, zeigt die Seite Kläranlage.

Sie haben eine Frage an den Verband?

Ob Anschluss, Abrechnung oder Annahmezeiten – die Geschäftsstelle in Anras hilft Ihnen gerne weiter.

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